Dienstag, 1. Dezember 2009

RÜCKBLICK: LAUTER WASSER



DAS GING NICHT LAUTER!

Das lauter kollektiv etabliert mit der Installation „lauter wasser“ die Block Party für den guten Zweck auf der heißen Ecke für Viva con Agua! Eine dreidimensionale Comic-Wand, ein 2 Meter großer, blau leuchtender Tropfen aus altem Holz und eine Bühne wie ein Wohnzimmer gaben den passenden Rahmen für ein außergewöhnliches Fest für das ganze Viertel. Die Installation steht übrigens noch bis zum 04.10.09!




Am Freitag haben das lauter kollektiv und Urban Delights gemeinsam ein Soundsystem in feinster Block Party-Manier zusammengestellt. Den Startschuss gaben Mañana aus der Schweiz. Duncan Townsend folgte mit einem akustischen Set, DJ Elbe erhöhte die Schlagzahl für: Sarah Walker! 20 Minuten abgehen. Was folgte, waren 60 Minuten Live- Elektro von Micronaut aus Leipzig. Ohne Plattenspieler, nur mit Samplern und Instrumenten brachte er die Leute tanzend in die Nacht. Urban Delights boten dann ihre Performance. Ihr Heimspiel war ein großer Erfolg und brachte die heiße Ecke zum Beben. Coconut Wireless, Gypsy Myxy und Harry K gaben den Leuten den Rest am DJ-Pult, bis zum aller-aller-allerletzten Song um 03.30 Uhr (Ultimatum der Polizei war 3.25 Uhr) war der komplette Mob in Ekstase. Die bekanntesten Gesichter außerhalb des Geländes waren die Polizisten, die mit ca. 10 Leuten auf das Ende des Wahnsinns warteten. Was für eine Block Party, es ging nicht lauter!!!Nach einem sehr umfangreichen Aufbau über eine Woche fiel der Startschuss der Aktion am Donnerstag Abend 19.00 Uhr. Laue Spätsommertemperaturen und die großartige Kulisse zauberten allen Leuten ein Lächeln ins Gesicht. Als dann die Bühne um 20.30 Uhr mit Invisible Urcle eröffnet wurde war der Abend vollendet. Nach den Urcles gab es eine kleine Überraschung: Duncan Townsend & The Townsmen haben sich heimlich oben auf dem Dach aufgebaut und spielten ein einstündiges Set 3 Meter über uns. Die Kreuzung füllte sich, ca. 600 Leute freuten sich über dieses stillvolle, wenn auch nicht angemeldete Konzert. Als dann noch Makabu und Clueso auf das Dach stiegen, war die Stimmung noch ausgelassener. Leider beendete die Polizei das Gastspiel der Erfurter nach 2 Songs. Was folgte, muss als legendär bezeichnet werden. Unten an der Bühne sitzen 60 Leute auf dem Teppich, alle Musiker des Abends jammen zusammen mit Gitarre und Gesang.

Der Samstag musste von uns leider ein wenig umdisponiert werden. Nachdem uns der Wachtmeister um 21.00 Uhr die Nachricht überbrachte, dass an diesem Abend keinerlei Musik geduldet wird, verlegten wir unsere Party ins Hotel 82 nebenan. muntermonika, Tobias Duffner und Daniel Bregulla ließen spontan die ca. 150 Gäste bis früh in den Morgen auf der Tanzfläche wackeln.

Die Installation hat sehr großen Anklang gefunden, war eine schöne Art, die Arbeit und die Welt von Viva con Agua zu erklären und zu zeigen, worum es geht: lauter wasser! Die Bilder sind eine klare Weiterentwicklung zum letzten Jahr, bieten Dreidimensionalität, einen klaren Stil und nehmen die Schwere aus dem Thema Entwicklungshilfe. Denn Entwicklungshilfe kann auch Spaß machen wie Viva con Agua immer wieder beweist. „Wir vom lauter kollektiv sind sehr stolz und dankbar, dass wir mit und für Viva con Agua diese Installation gestalten durften. Und mit diesem schönen, erfüllenden Projekt haben wir auch noch über 1000,- Euro für Viva con Agua an Spenden erzielt. Wir freuen uns auf das nächste Jahr und auf noch lautere Veranstaltungen!“

Ein besonderer Dank nochmal an Nils Ismer (www.nilspferd.com), German Zamora, Hannes Ecker und Manu Hick, die unser Projekt kreativ mitgestaltet haben sowie allen Helfern von Viva con Agua, die über die Woche mit angepackt haben. Ohne Euch wäre dieses phänomenale Wochenende nicht passiert!


Ein Video der Aktion wird in den kommenden Monaten fertig gestellt. Freut Euch drauf!


Und zu aller letzt: Ohne Euch wäre dieses Projekt nicht Realität geworden: Boutique Bizarre (www.boutique-bizarre.de), Kleine Pause, Cohen & Dobernigg Buchhandlung, Backbord, Café Absurd, Café Miller, bp 1, sternsanchez.de, stilbruch, Bedford, die Tabak-Börse am Pferdemarkt, das nil, die Makrele und Marcel Eger trugen die Materialkosten. Mateco und Scharlau sponserten ihre Dienstleistungen und das Hotel 82 unterstützte uns tatkräftig bei allen Sorgen und bot uns Unterschlupf am Samstag Abend.


Vielen Dank! Euer freudentrunkenes

lauter kollektiv